„Einführung eines Aufforstungsprogramms Naturwald mit integrierter Biotopvernetzung zur Stärkung der Biodiversität und des Klimaschutzes“ – unser Statement

Bezug nehmend auf den Antrag: „Einführung eines Aufforstungsprogramms Naturwald mit integrierter Biotopvernetzung zur Stärkung der Biodiversität und des Klimaschutzes“ haben wir folgendes Statement abgegeben.
Eine Übersicht über den Antrag finden Sie hier zum Download: Übersicht Antrag Aufforstungsprogramm

Von Klemens Grolle:

Der Antrag der SPD auf „Einführung eines Aufforstungsprogramms Naturwald mit integrierter Biotopvernetzung zur Stärkung der Biodiversität und des Klimaschutzes“ stellt aus unserer Sicht einen sehr sinnvollen Ansatz zum Natur- und Artenschutz dar. Und damit verbunden ist letztlich auch viel Nutzen für die Bevölkerung. Die zu erwartenden Ersatzgelder aus der Realisierung der Windenergieanlagen bieten dafür eine gute finanzielle Basis.

All‘ die aufgeführten vermeintlichen Gegenargumente sind aus unserer Sicht nur Scheinargumente.

Die integrative Betrachtung aller Aspekte beinhaltet natürlich auch die Betrachtung der Anforderungen für Wiesenvögel. Damit gegen den Antrag zu argumentieren, greift zu kurz und ist aus unser Sicht nicht zulässig.

Die Durchführung einzelner Maßnahmen, wie die Auenentwicklung unter dem Stichwort Blaues Band und die Wiedervernässung der Moore sind wichtig und begrüßenswert. Aber sie sind nicht hinreichend.

Nur eine ganzheitliche Betrachtung und die Entwicklung eines integrierten Gesamtkonzeptes, das sowohl Aufforstung als auch Biotopvernetzung umfasst, sollte der Ansatz sein, um den Umweltschutz und Klimafolgenanpassung im Landkreis Emsland als Ganzes voranzubringen.

Es ist die Voraussetzung dafür mit entsprechenden Maßnahmen und Projekten langfristig positive Effekte für Natur, Klima und die regionale Lebensqualität zu erzielen.

Auch die Betrachtung der Randbedingungen was z.B. die Flächenkonkurrenz bezüglich landwirtschaftlicher Nutzung und Naturschutz betrifft, ist ein zentrales Element eines solchen integrierten Lösungsansatzes. Die vorhandenen Ansätze, wie z.B. der niedersächsische Weg sind ein Anfang. Er reicht aber nicht.

Die Kombination aus Aufforstung und Biotopvernetzung bietet eine langfristige und nachhaltige Lösung für die ökologischen Herausforderungen unseres Landkreises. Als Reaktion auf die Änderungen des Klimas, wird so die Artenvielfalt gefördert und die Landschaft wird robuster und resilienter gegenüber klimatischen Veränderungen. Davon profitiert letztlich auch die landwirtschaftliche Nutzung. Gleichzeitig entstehen neue Erholungsräume für die Bevölkerung, was auch den Lebenswert der Region erhöht.

Die Erarbeitung eines solchen integrierten Konzeptes braucht natürlich Zeit. Deswegen sollten wir so schnell wie möglich damit anfangen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,  deshalb bitte ich euch darum dem Beschlussvorschlag der Verwaltung nicht zuzustimmen.

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