Bezug nehmend auf das „Klimaschutzkonzept 2025 als aktuelle Bestandsaufnahme und
konkretes Arbeitsprogramm in Anlehnung an die bestehende Energie- und Klimaschutzstrategie 2030 für den Landkreis Emsland“ haben wir folgendes Statement abgegeben.
Das Klimaschutzkonzept finden Sie hier zum Download: Klimaschutzkonzept Landkreis Emsland
Von Klemens Grolle
Das Land Niedersachsen forciert die Treibhausgasneutralität und will sie bis spätestens 2040 erreichen. Um diese ambitionierten Klimaziele des Landes Niedersachsen zu erreichen, kommt den Kommunen und Landkreisen eine zentrale Rolle zu.
Mit der vorliegenden Klimastrategie will der Kreis Emsland nicht nur die gesetzlichen Anforderungen, gemäß des Niedersächsischen Klimagesetzes erfüllen, sondern geht bewusst darüber hinaus: Der gesamte Landkreis soll, gemeinsam mit unseren Städten, Samtgemeinden und Gemeinden, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern, auf den Weg zur Treibhausgasneutralität gebracht werden. Das können wir nur begrüßen.
Das ist eine große Herausforderung, weil im Bilanzjahr 2022 die Emissionen pro Einwohner im Emsland bei 12,1 Tonnen CO2—Äquivalent lagen. Das Emsland liegt damit deutlich über dem bundesweiten Durchschnittswert von etwa 7,6 Tonnen CO2 Äquivalent je Einwohner.
Wesentlich sind dabei die hohen Emissionen aus der Industrie mit 43 Prozent und dem Verkehr mit 26 Prozent aller Treibhausgase.
Bin gespannt wie wir das – bei angestrebtem Wirtschaftswachstum und steigenden Verkehren – die geplante E 233 lässt grüßen- schaffen wollen. Und die Verwendung von Wasserstoff ist, wie wir im Kreisentwicklungsausschusses beim Besuch der H2-Pilotanlage in Lingen gelernt haben, zunächst primär für die stoffliche Verwertung in Industrieprozessen vorgesehen und ist damit auf absehbare Zeit für den Wärmesektor nicht verfügbar. Da sollten sich die Energielenker nochmal vor Ort ein Update holen.
Dennoch wurden bereits in der Vergangenheit und es werden auch aktuell viele Maßnahmen im Bereich Umweltschutz und Klimafolgenbewältigung angegangen. Da ist aber noch deutlich Luft nach oben. Dazu gehört, neben vielen Ansatzpunkten zur direkten Energieeinsparung, zum Beispiel das Thema Kreislaufwirtschaft bzw. der schonende Umgang mit unseren Ressourcen.
Mit der Wiederverwendung von Stoffen lässt sich erheblich Energie sparen. Leider wurde unser Antrag dazu, sich zumindest mal einen Überblick über vorhandene Pilotprojekte und Fördermöglichkeiten in der EU zu verschaffen, im Vorjahr abgelehnt. Aber wir bleiben da dran und: Was nicht ist kann ja im neuen Jahr noch werden. Natürlich werden wir dem vorliegenden Beschlussvorschlag zustimmen. Es wird sich zeigen, ob die dargestellten und angestrebten Ziele in der nötigen Stringenz angegangen werden, oder nur ein Versprechen für den kommenden Kommunalwahlkampf sind.



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