{"id":774,"date":"2025-05-30T17:42:24","date_gmt":"2025-05-30T17:42:24","guid":{"rendered":"https:\/\/gruene-emsland.de\/?p=774"},"modified":"2025-06-05T17:43:55","modified_gmt":"2025-06-05T17:43:55","slug":"diskussion-um-zusaetzliche-windparkflaechen-in-der-gemeinde-geeste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-emsland.de\/?p=774","title":{"rendered":"Diskussion um zus\u00e4tzliche Windparkfl\u00e4chen in der Gemeinde Geeste\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><em>Gr\u00fcne lehnen zus\u00e4tzliche Fl\u00e4chen ab und fordern transparentes Vorgehen<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Geeste, 30.05.2025 \u2013 In der Gemeinde Geeste wird derzeit rege \u00fcber den Bau zus\u00e4tzlicher<br>Windenergieanlagen diskutiert. Zwei Investoren planen den Bau weiterer Windenergieanlagen<br>auf Fl\u00e4chen, die letztlich nicht in das finale Raumordnungsprogramm des Landkreises Emsland<br>aufgenommen wurden. Die eine Fl\u00e4che befindet sich im Varloher Wald. Der Wald ist Teil des<br>Naturparks Bourtanger Moor \u2013 Veenland und umfasst ein Vorranggebiet f\u00fcr die<br>Trinkwassergewinnung. Die andere Fl\u00e4che befindet sich in unmittelbarer N\u00e4he zum<br>Naturschutzgebiet R\u00fchler Moor. Gem\u00e4\u00df der Beurteilung des NLWKN stellt dieses Gebiet einen<br>wertvollen Lebensraum f\u00fcr Gast- und Wiesenv\u00f6gel dar. Die Bundeswehr hatte diese Fl\u00e4che<br>urspr\u00fcnglich nicht freigegeben.<br>Der gr\u00fcne Landtagsabgeordnete Nicolas Breer und die Gr\u00fcnen im Emsland lehnen diese beiden<br>weiteren Fl\u00e4chen ab. Sie bef\u00fcrworten ein wohl\u00fcberlegtes und schrittweises Vorgehen und<br>betonen den Wert eines transparenten Prozesses unter Einbeziehung der B\u00fcrgerinnen und<br>B\u00fcrger. \u201eEs ist unser erkl\u00e4rtes Ziel, die Energiewende vor Ort umzusetzen. Die Landesregierung<br>hat das neue Windgesetz so gestaltet, dass Anwohner und Kommunen direkt finanziell<br>profitieren k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rt Nicolas Breer und erg\u00e4nzt: \u201eDabei ist es, auch im Sinne der<br>allgemeinen Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung, wichtig, dass wir uns zun\u00e4chst auf die vom<br>Landkreis ausgewiesenen Fl\u00e4chen konzentrieren und diese nutzen.\u201c MdL Breer betont die hohe<br>regionale Wertsch\u00f6pfung durch Windenergie und er freue sich dar\u00fcber, dass auch Lara Evers<br>das neue Modell der kommunalen Beteiligung als so positiv empfindet. \u201eDie Umsetzung des<br>Ausbaus der Windenergie kann auf den bereits genehmigten Fl\u00e4chen in der Gemeinde Geeste<br>stattfinden, denn bei den neuen, zus\u00e4tzlichen Fl\u00e4chen gibt es entscheidende<br>Ausschlusskriterien.\u201c<br><em><strong>Bedenken hinsichtlich Natur- und Artenschutzes<\/strong><\/em><br>Auf der zur Diskussion stehenden Fl\u00e4che im Varloher Wald sieht ein Investor Potenzial f\u00fcr die<br>Errichtung von vier Anlagen. Diese Ausweisung war bisher wegen naturschutzfachliche Belange<br>nicht ausgewiesen worden. Ein weiterer Investor plant f\u00fcnf Anlagen angrenzenden an das<br>Moor- und Naturschutzgebiet in Gro\u00df Hesepe.<br>Klemens Grolle, f\u00fcr die Gr\u00fcnen im Kreisentwicklungsausschuss, stellt fest: \u201eDer Landkreis<br>Emsland ist seiner gesetzlichen Verpflichtung nachgekommen und hat die notwendigen 3,07 %<br>der Kreisfl\u00e4che f\u00fcr die Nutzung durch Windenergieanlagen ausgewiesen.\u201c Dabei haben die<br>Gr\u00fcnen schmerzhafte Kompromisse hingenommen. Insbesondere die Abstandsregelungen im<br>Hinblick auf die Akzeptanz der Energiewende haben dazu gef\u00fchrt, dass Fl\u00e4chen f\u00fcr den Bau von<br>Windenergieanlagen im Wald ausgewiesen wurden. Dies fand nicht nur Zustimmung. Daher sollten aus Sicht der Gr\u00fcnen im Emsland in der n\u00e4chsten Zeit die daraus resultierenden<br>Entwicklungen und deren Auswirkungen abgewartet werden. Grolle erg\u00e4nzt: \u201eWir sollten uns<br>mit Blick auf diese beiden kritischen Fl\u00e4chen zun\u00e4chst auf die bereits ausgewiesenen Fl\u00e4chen<br>konzentrieren, um die Akzeptanz der Energiewende nicht zu gef\u00e4hrden!\u201c<br><strong><em>Lokale Stimmen und der Ruf nach B\u00fcrgerbeteiligung<\/em><\/strong><br>Ulrich Struck, Ratsmitglied in der Gemeinde Geeste vom B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen, berichtet von<br>zahlreichen R\u00fcckmeldungen aus der Gemeinde, die sich gegen die zus\u00e4tzlichen zwei<br>Ausweisungen aussprechen. \u201eWir haben das Gef\u00fchl, dass hier auf den Druck einzelner<br>Investoren reagiert wird. So sollte Ratsarbeit nicht funktionieren\u201c, so Struck. \u201eIn bisherigen<br>Ratssitzungen zu den zus\u00e4tzlichen Fl\u00e4chen hatte sich unsere Gruppe SPD \/ Gr\u00fcne immer kritisch<br>gegen\u00fcber einem voreiligen Handeln ausgesprochen und gegen die Ausweisung von<br>zus\u00e4tzlichen Fl\u00e4chen z.B. im Wald.\u201c<br><strong><em>Forderung nach Klarheit und Information<\/em><\/strong><br>MdL Nicolas Breer fordert einen transparenten Prozess bei der Planung und Ausweisung<br>zus\u00e4tzlicher Windparkfl\u00e4chen in der Gemeinde Geeste. &#8222;Es ist entscheidend, dass alle<br>B\u00fcrger:innen umfassend \u00fcber das Vorgehen informiert werden. Insbesondere in Gro\u00df Hesepe<br>und Geeste scheint noch erheblicher Informationsbedarf zu bestehen, da vielen die zus\u00e4tzlichen<br>Planungen bislang unbekannt sind&#8220;, erkl\u00e4rt Breer. Er betont die Wichtigkeit einer sachlichen<br>Kommunikation, bei der nicht nur die Details, sondern auch die Vorteile der bereits geplanten<br>Fl\u00e4chen deutlich herausgestellt werden sollten. &#8222;Die beschleunigte Bearbeitung von<br>Potenzialfl\u00e4chen im Interesse von Investoren, die auf h\u00f6here Gewinne hoffen, darf nicht auf<br>Kosten der B\u00fcrger:innen erfolgen&#8220;, warnt Breer. \u201eDie Gemeinde Geeste hat mit bestehenden,<br>bereits genehmigten Fl\u00e4chen die M\u00f6glichkeit, zur Energiewende und zur Sicherung der<br>kommunalen Finanzen beigetragen\u201c, erg\u00e4nzt Ulrich Struck.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcne lehnen zus\u00e4tzliche Fl\u00e4chen ab und fordern transparentes Vorgehen Geeste, 30.05.2025 \u2013 In der Gemeinde Geeste wird derzeit rege \u00fcber den Bau zus\u00e4tzlicherWindenergieanlagen diskutiert. 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