{"id":212,"date":"2021-03-12T12:05:57","date_gmt":"2021-03-12T12:05:57","guid":{"rendered":"https:\/\/gruene-emsland.de\/?p=212"},"modified":"2021-03-12T12:05:57","modified_gmt":"2021-03-12T12:05:57","slug":"abschaffung-der-werkvertraege-auch-in-anderen-branchen-erforderlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gruene-emsland.de\/?p=212","title":{"rendered":"Abschaffung der Werkvertr\u00e4ge auch in anderen Branchen erforderlich"},"content":{"rendered":"\n<p>Gr\u00fcne ziehen durchwachsene Zwischenbilanz nach Werkvertragsverbot in der Fleischindustrie<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEtwas Licht, aber auch noch viel Schatten\u201c, so kommentiert der Vorstand des Kreisverbandes der emsl\u00e4ndischen Gr\u00fcnen die Zwischenbilanz etwa zwei Monate nach Verbot von Werkvertr\u00e4gen in der Schlachtindustrie. Bei einer Videokonferenz der Gr\u00fcnen-Kreisverb\u00e4nde aus dem westlichen Weser-Ems mit Vertreter*innen der Beratungsstellen f\u00fcr mobile Besch\u00e4ftigte und der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gastst\u00e4tten (NGG) ging es vor allem um die nach wie vor angespannte Wohnsituation und die ersten Erfahrungen mit dem \u00dcbergang in regul\u00e4re Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Wohnungen f\u00fcr die Arbeiter*innen zur vern\u00fcnftigen und bezahlbaren Unterbringung sind schlicht nicht da. Der Wohnungsmarkt ist in den Regionen in diesem Segment mindestens so angespannt wie in manchen Gro\u00dfst\u00e4dten,\u201c berichtete Matthias Br\u00fcmmer, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der NGG im Raum Oldenburg\/ Ostfriesland. F\u00fcr den Bau dieser Wohnungen ist seiner Ansicht nach eine Landeswohnungsbaugesellschaft erforderlich. Eine weitere M\u00f6glichkeit, den notwendigen Wohnraum zu schaffen sieht Br\u00fcmmer im Bau von Werkswohnungen durch die Fleischunternehmen. \u201eDas muss dann aber gesetzlich so geregelt sein, dass der Verlust des Arbeitsplatzes nicht auch den Verlust der Wohnung bedeutet. Ansonsten w\u00fcrden die Arbeiter*innen damit in noch gr\u00f6\u00dfere Abh\u00e4ngigkeiten kommen\u201c, betont Br\u00fcmmer.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung von Daniela Reim und Nadezhda Manova von der Oldenburger Beratungsstelle f\u00fcr mobile Besch\u00e4ftigte hat sich die Entlohnung der \u00fcberwiegend aus Bulgarien und Rum\u00e4nien stammenden Arbeiter*innen in der Fleischindustrie kaum ge\u00e4ndert. \u201eEs wurde vorher nur der gesetzliche Mindestlohn gezahlt und nach unseren Beobachtungen ist dies auch heute \u00fcberwiegend so\u201c, berichtete Daniela Reim. Au\u00dferdem sei zu beobachten, dass jetzt oft fr\u00fchere Inhaber der Subunternehmen Vorgesetzte seien, nun jedoch als Angestellte der Schlachtbetriebe. Einige der zuvor angewandten Methoden, denen Arbeiter*innen ausgesetzt worden seien, seien jedoch bisher nicht mehr erkennbar. \u201eEs gibt offenbar Bem\u00fchungen in der Branche, aus den Schlagzeilen herauszukommen\u201c, meint Nadezhda Manova.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Gr\u00fcnen-Landesvorsitzenden Hans-Joachim Jan\u00dfen steht fest, dass die Abschaffung der Werkvertr\u00e4ge in der Schlachtindustrie nur ein erster Schritt sein kann. \u201eWeitgehend unter dem Radar der \u00d6ffentlichkeit sind Werkvertr\u00e4ge l\u00e4ngst in vielen anderen Branchen verbreitet. \u00dcberall wo Arbeitsauftr\u00e4ge nicht weitestgehend selbst\u00e4ndig ausgef\u00fchrt werden, geh\u00f6ren Werkvertr\u00e4ge abgeschafft\u201c, so Jan\u00dfen. Es m\u00fcsse dringend mehr f\u00fcr die Integration der Arbeiter in der Schlachtindustrie aus osteurop\u00e4ischen EU-L\u00e4ndern getan werden. \u201eWir brauchen bezahlbaren Wohnraum, wir brauchen Sprachkurse und wir m\u00fcssen die Menschen gut beraten, damit sie endlich aus den Abh\u00e4ngigkeiten herauskommen. Dann werden sie zuk\u00fcnftig auch nicht mehr aus Angst, ihren Job zu verlieren, alles schlucken,\u201c ist Jan\u00dfen \u00fcberzeugt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcne ziehen durchwachsene Zwischenbilanz nach Werkvertragsverbot in der Fleischindustrie \u201eEtwas Licht, aber auch noch viel Schatten\u201c, so kommentiert der Vorstand des Kreisverbandes der emsl\u00e4ndischen Gr\u00fcnen die Zwischenbilanz etwa zwei Monate [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":-1,"featured_media":211,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4,22],"tags":[],"class_list":["post-212","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-emsland","category-pressemitteilung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gruene-emsland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/212","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gruene-emsland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/gruene-emsland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-emsland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-emsland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=212"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gruene-emsland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/212\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":213,"href":"https:\/\/gruene-emsland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/212\/revisions\/213"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-emsland.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/211"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gruene-emsland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=212"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-emsland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=212"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-emsland.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=212"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}